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Einführung


Angistri ist eine Pinien bewaldete, touristische Insel, etwa eine knappe Stunde vom Piräus und einen Steinwurf von Aegina entfernt. Mit ihren etwa 1.000 Einwohnern ist sie die kleinste der Inseln des Saronikos. Dieses kleine grüne Paradies, dessen Pinienwälder sich bis an die Ufer des Meeres erstrecken, hat schon immer eine große Anziehungskraft auf viele Künstler ausgeübt.

 

Angistri hat zwei natürliche Häfen: Skala, an dem die vom Piräus kommenden Fähren anlegen, und Megalochori (auch Mylo), die Verwaltungshauptstadt der Insel, wo die Flying Dolphins andocken. Beide Häfen verbinden die Insel ganzjährig mit der Nachbarinsel Aegina.

 

Exotisch anmutende Strände an kristallblauem Wasser wie Dragonera, Aponisos und Maresa, und  traditionelle Siedlungen mit dem für die Kykladen typischen Charme, zum Beispiel Limanaria, machen Angistri zu einem idyllischen Urlaubsort. Mit ihren grünen Pinienwäldern, den Sandständen und einem kristallklaren Meer lädt die Insel den jeden Urlauber ein, ob er sich nun nach einem ruhigen und friedlichen Platz sehnt oder eher ein abwechslungsreiches und intensives Nachtleben sucht.

 

Anfahrt

Es verkehren täglich Fähren (auch Autofähren) vom Piräus nach Angistri, die Fahrt dauert etwa 2 Stunden (Hellenic Seaways: 210-4117341, 210-4199000, www.hellenicseaways.gr). Die Fahrt mit der einer der drei Flying Dolphins, die täglich nach Angistri fahren, dauert knapp eine Stunde (Hellas Flying Dolphins, Angistri: 22970-4199200, AEGEAN Flying Dolphins: 210-4121654). Von Aegina aus können Sie mit der „Angistri Express“ oder mit einem der vielen Seetaxis, die im Sommer ständig zwischen den Inseln verkehren, anreisen.

 

Ein Blick in die Vergangenheit

Genaue Informationen über die Insel sind im Laufe der Geschichte leider verlorengegangen. Zu früheren Zeiten bildete Angistri mit Aegina und den umliegenden Inseln das Königreich Aegina, das der mythische König Aiakos regierte. Archäologische Funde zeigen, dass die Insel zumindest seit dem 5. Jh. v. Chr. von Peloponnesiern besiedelt ist. Homer berichtet, dass sich hier der der Hafen der mutigen Myrmidonen befunden habe, die am Trojanischen Krieg teilgenommen hatten. In den Homerischen Epen wird sie unter dem Namen „Pityonisos“ (d.h. Pinieninsel) angeführt und als Sommersitz des Königreiches Aiakos bezeichnet. Über die Meereshöhlen wird erzählt, dort habe sich Aphaia (=Aphanti), die junge Vritomarti (griech.: Βριτόμαρτη) vor den Fischern Aeginas versteckt. Um ihr zu helfen, gab ihr die Göttin Artemis Blumen um ihren Kopf damit zu schmücken, sodass die Fischer sie nicht erkannten. So kam die Insel zu dem Namen „Kerkyfaleia“ (griech.: Κερκυφάλια – hübsch geschmückter Kopf). Unter diesem Namen wird die Insel von Thoukididis und von Diodoros angeführt.

 

Eine weitere Sage ist die der „Telchiner“ (griech.: Τελχίνες). Das sind mythische Gestalten (sie wurden als Kinder des Wassers und der Erde bezeichnet), ehrwürdige Handwerker und Musiker, die von Rhodos vertrieben wurden und Zuflucht am Hafen Skala fanden. Da die Bewohner der Insel nicht wussten, um welche Wesen es sich bei den Gestalten handelte, nannten sie sie „Fokies“ (griech.: Φώκιες – Seehunde). Bis heute hat der Hafen den Namen „Hafen der Seehunde“. Allerdings wird dieser Name wohl eher daher kommen, dass Seehunde hier Zuflucht und Futter fanden.

 

Man sagt, dass Angistri erst im 14 Jh. und dann wieder gegen Ende des 17. Jh. eine große Zuwanderung von den gegenüber liegenden Ufern des Peloponnes erfuhr, in erster Linie von Arvaniten, die sich im Westen der Insel neben Limni niederließen. Die reiche Tradition der Arvaniten beeinflusste verschiedentlich Entwicklung und Geschichte der Insel, was unter anderem die etwas extravaganten Trachten derjenigen unter den älteren Frauen erklärt, die auch noch arvanitischen Dialekt sprechen. Wegen der häufigen Überfälle von Piraten jedoch verließen die Siedler bereits nach einigen Jahren die Gegend, sie zogen weiter in den Süden der Insel und erbauten ein neues Dorf, dem sie jedoch ebenso wie ihrem verlassenen Dorf den Namen Limenaria (griech.: Λιμενάρια, von Λίμνη – See) gaben. Es bedeutet „Dorf neben dem See“.

 

Während der Revolution von 1831 kämpften die Bewohner des kleinen Angistri für die Freiheit. Das bedeutendste Jahr für die Insel jedoch war 1835, als durch einen königlichen Erlass König Ottos I. von Griechenland die Gemeinde Angistri mit 248 Einwohnern geschaffen wurde. Jetzt stieg die Bevölkerungszahl an - zwar langsam aber stetig. Bis 1960 gab es lediglich eine Transportverbindung zur Insel Aegina, danach wurde Angistri direkt mir dem Piräus in Athen verbunden, Elektrizität gibt es allerdings erst seit 1973. Am 1. September 2006 wurde der neue Hafen in Megalochori eingeweiht, der erbaut wurde, um den eigentlichen Haupthafen von Skala zu entlasten und damit auch dem Tourismus die Türen zu dieser wunderschönen Insel zu öffnen.

 

Veranstaltungen

In der Gemeinde von Angistri finden in jedem Sommer interessante, kulturelle Veranstaltungen statt, so z.B. Darbietungen von traditionellen Tänzen und Liedern, Theatervorstellungen und Konzerte mit anerkannten Künstlern. In den letzten Jahren haben sich auch Fahrradtouren auf der Insel etabliert, die nicht nur Sportbegeisterte und Fahrradfans anziehen, sondern auch ganz normale Bürger und Freunde eines gesunden Lebensstils. An den Touren kann jeder teilnehmen, ganz unabhängig von Geschlecht und Alter, denn das Ziel ist nicht etwa zu gewinnen, sondern ein Bewusstsein für körperliche Betätigung und Umweltschutz zu entwickeln.

 

Jeden Sommer ist die Insel bei verschiedenen Sportveranstaltungen vertreten, so z.B. an den Jet-Ski Spielen „Akropolis jet Raid“, die im Juni im Golf von Korinth und im Saronischen Golf stattfinden. Das Jet-Ski beginnt in Loutraki, im einmaligen Aponisos auf Angistri wird eine Pause eingelegt. Die wunderbare Naturlandschaft von Aponisos bildet mit ihrem Pinienwald, der bis ans smaragdgrüne Wasser reicht, eine atemberaubend schöne Kulisse für diesen Wettkampf.

 

Angistri für das Feiern von vier Festtagen ganz besonders beliebt: Zoodochou Pigis am Karfreitag, der Tag der  Heiligen Anargiron am 1. Juli und das Fest zu Ehren der Heiligen Maria am 15. August.

 

Spezialitäten von Angistri

Auf der ganzen Insel findet man ausnehmend köstliche Gerichte. Zu den traditionellen Speisen zählen Mousenta oder Mousounta (eine vegetarische Pitta), Kolokythopitta (Kürbispitta) oder Laklori, bei den Süßspeisen findet man Loukoumades und Tiganites, eine Art gebackener Pfannenkuchen. Das gute Klima auf der Insel lässt zudem herzhafte grüne Oliven und fruchtige Karpern reifen, ebenso wachsen hier viele Kräuter wie Thymian, Oregano, Salbei und Kamille, und einige der Bewohner befassen sich mit der Imkerei und stellen einen köstlichen Pinienhonig her. Auch Wein wird hier produziert, vornehmlich Rhoditis, zu gegrilltem Tintenfisch jedoch serviert man traditionell Tsipouro (Raki), der aus verschiedenen Rebsorten nach alter Tradition gebrannt wird.

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